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  • AutorenbildAnanda

Ein Beispiel für eine Hong-So-Meditation

Vorbereitung

  1. Um den Körper zu beruhigen, atme ein und spanne dabei den ganzen Körper an; stoße den Atem aus und entspanne dich. Wiederhole das zwei- oder dreimal.

  2. Atme mehrere Male langsam und tief ein und aus. Die Dauer des Einatmens, des Anhaltens und des Ausatmens sollte gleich lang sein. (Empfohlene Zählweise: 8-8-8 oder 6-6-6.) Nicht anspannen. Wiederhole die Übung sechs- bis zwölfmal.

  3. Überprüfe den Körper im Geiste, um sicherzustellen, dass er entspannt ist. Überprüfe den Körper während des Übens der Technik von Zeit zu Zeit erneut.

  4. Beginne mit der eigentlichen Übung der Technik, indem du zuerst langsam und bewusst ausatmen.

Die Grundtechnik

  1. Wenn der Atem von selbst einströmt, folge ihm gedanklich mit dem Klang Hong. Stelle dir vor, dass der Atem selbst diesen Laut erzeugt.

  2. Wenn der Atem von selbst ausströmt, verfolge ihn gedanklich mit dem Laut So und stelle dir vor, dass er selbst den Laut So erzeugt.

  3. Wenn der Atem irgendwann auf natürliche Weise aussetzt, nimm die Pause gelassen hin und identifiziere dich mit ihr, bis der Atem wieder von selbst fließt.

  4. Um sich auf den Atem zu konzentrieren (oder, wenn du mehr verinnerlicht bist, zwischen Einatmung und Ausatmung zu unterscheiden), kann es hilfreich sein, den Zeigefinger zur Handfläche zu führen, wenn der Atem einströmt, und von der Handfläche weg, wenn der Atem ausströmt.

Erste Phase

  1. Wenn dein Atem noch unruhig ist, nehme dor vielleicht eher die körperliche Bewegung der Lunge und des Zwerchfells wahr als den Atemfluss in den Nasenlöchern. Konzentriere dich in diesem Fall auf die rein körperlichen Aspekte der Atmung - die Bewegung des Brustkorbs, des Zwerchfells oder des Nabels.

  2. Wenn du ruhiger wirst, verlagere deine Aufmerksamkeit allmählich vom Atemvorgang auf den Atem selbst.

Zweite Phase

  1. Wenn deine Aufmerksamkeit beginnt, sich auf den Atem selbst zu konzentrieren, beobachte den Atem an dem Punkt, an dem er in die Nasenlöcher eintritt.

  2. Allmählich, mit zunehmender Ruhe des Atems, zentriere deine Aufmerksamkeit auf den Atem immer höher in der Nase. Um dieses Bewusstseinszentrum zu erhöhen, kann es hilfreich sein, wenn du dich innerlich besonders bemühst, deine Nase zu entspannen.

  3. Wenn es dir ganz natürlich vorkommt, zentriere deine Wahrnehmung des Atems auf den Punkt, an dem er in die Nasenhöhle eintritt. Spüre ihn im oberen Teil dieser Passage und stelle dir vor, wie deine Bewegung das geistige Auge im Frontallappen des Gehirns sanft auffächert und erweckt.

Dritte Phase

  1. Identifiziere dich immer mehr mit dem Atem und immer weniger mit dem Bedürfnis deines Körpers, ihn ein- und ausströmen zu lassen.

  2. Konzentriere dich besonders auf die Pausen zwischen den Atemzügen und genieße sie. Verweile in dem Gefühl der Freiheit von der Tyrannei des ständigen Atmens. Genieße dieses Gefühl der Ruhe und Freiheit, aber versuche nicht, den atemlosen Zustand durch einen Willensakt zu verlängern.

  3. Richte den Willen vielmehr auf den Gedanken, die Luft zu werden, die durch die Nase strömt, oder der grenzenlose Raum am geistigen Auge zu werden.

  4. Wenn die Pausen länger werden, kannst du deine Aufmerksamkeit darauf richten, geistig Aum zu chanten.

Wichtige Punkte

  1. Schaue während der Ausübung dieser Technik nach oben, um dein Bewusstsein allmählich zu erhöhen. Konzentriere dich jedoch nicht auf das spirituelle Auge, bis es für dich natürlich wird, den Fluss des Atems an diesem Punkt zu spüren.

  2. Bleibe während der gesamten Praxis dieser Technik sehr ruhig sitzen. Jede körperliche Bewegung (und auch jede nicht damit verbundene Gedanken- oder Gefühlsbewegung) wird den Atem weiter anregen.

  3. Überprüfe ab und zu geistig den Körper (besonders die Nase), um sicher zu sein, dass er entspannt ist.

  4. Achte beim Chanten von Hong-So darauf, dass du nur im Geiste chantest. Oft erzeugt der bloße Gedanke an ein Wort eine unwillkürliche Bewegung der Zunge oder der Lippen oder eine leichte Anspannung des Kiefers oder der Kehle. Achte darauf, dass auch diese Teile deines Körpers völlig entspannt sind.

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