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Die Herausforderung erkennen

13. März 2026


Hattest du je das nagende Gefühl, dass du etwas in dir selbst ändern musst, aber du

weißt gar nicht genau, was es ist? Der erste Schritt, eine Herausforderung zu

überwinden, ist, sie an die Oberfläche deines Bewusstseins zu bringen und sie klar

zu identifizieren. Wenn wir dies nicht freiwillig tun, wird das Leben einen Weg finden,

uns zu zwingen, uns unseren Problemen zu stellen.


Swami Kriyananda sagte: „Wir sollten uns freuen, wenn wir einen Fehler in uns selbst

erkennen. Er ist immer dagewesen. Nun, da er an die Oberfläche gekommen ist,

können wir beginnen, daran zu arbeiten, ihn zu überwinden.“


Letzte Woche hatten wir eine interessante Unterhaltung mit unserem Sohn. Er sagte:

„Ich habe das letzte Jahr damit verbracht, an meiner Schattenseite zu arbeiten.“ Er

erklärte weiter, dass er versucht habe, die Bereiche in sich selbst zu finden, an

denen er noch arbeiten muss. Aber er fügte weise hinzu: „Zuerst muss ich

akzeptieren, dass ich eine Schattenseite habe.“ Er verstand das wahre Wesen der

Selbsterkenntnis.


Es ist wichtig, eine bestimmte unpersönliche Distanz in diesem Prozess zu

bewahren. Während es gut ist, ein Problem zu klären, sollten wir vorsichtig sein, es

nicht zu einem Teil unserer Selbstidentifikation werden zu lassen. Es ist einfach eine

Gewohnheit, die wir entwickelt haben – eine, die nun aufgegeben werden muss.


Eine Freundin erzählte uns, dass Swami Kriyananda ihr geholfen hat, genau dies zu

tun. Sie erwähnte, dass es sie störte, dass sie in Gesellschaft Alkohol trank – und es

auch noch genoss! Swami Kriyananda antwortete: „Zunächst musst du akzeptieren,

dass es tamasisch ist, zu trinken, und dein Bewusstsein nach unten zieht. Aber es ist

nur eine Angewohnheit, also identifiziere dich selbst nicht als Trinkerin.“ Nach diesem

Gespräch wollte und trank sie nie wieder einen weiteren Schluck.


Wie setzt du diese Prinzipien auf eine Weise in die Praxis um, die dein Leben wirklich

verbessern wird? Akzeptiere zuallererst, dass es Dinge in dir gibt, die geändert

werden sollten, und versuche dann, sie zu identifizieren. Es ist gar nicht so schwer.

Werde einfach ruhig und beobachte, welche Verhaltensweisen dein Wohlbefinden

stören. Häufig ist es ein wiederkehrendes Muster negativer Reaktionen auf eine

Person oder auf eine Situation. Wähle dann eine Gewohnheit, die du ändern

möchtest, und beginne daran zu arbeiten, sie aufzugeben.


Sei wachsam, damit du sie ertappst, wann immer sie an die Oberfläche kommt.

Bewusstheit ist der erste Schritt, etwas zu überwinden. Dann wende die spirituellen

Hilfsmittel an, die uns gegeben wurden: Meditation, Affirmation und Nicht-Anhaften.

Übergib es Gott und Guru und frage sie um Hilfe.


Der gleiche Prozess findet auf einer innerlichen Ebene statt, wenn wir meditieren. Wir

werden bestimmte wiederkehrende Muster entdecken, die den Geist rastlos halten.

Häufig sind sie selbst nicht negativ – sie gehören nur einfach nicht in die Meditation.

Ich persönlich stelle fest, dass meine Konzentration häufig dazu abschweift, über ein Projekt nachzudenken. Genau heute Morgen drängte sich das Bedürfnis, diesen

Blog zu schreiben, immer wieder auf.



Wie gehen wir damit um? In dem Moment, in dem wir uns bewusst werden, dass

unser Geist gewandert ist, bringe ihn sanft, aber unverzüglich zu einem inneren

Fokus zurück. Wenn wir dies wiederholt tun, wird der Verstand beginnen, sich nach

innen zu richten. Konzentriere dich auf den Atem und auf das spirituelle Auge.

Meister sagte, es sei wie eine schlammige Pfütze, die aufgewühlt wurde – gib ihr

eine Weile, und der Schmutz wird beginnen, sich wieder am Boden abzusetzen.


Um von mir persönlich zu sprechen: Je reifer ich geworden bin, umso unkomplizierter

ist der spirituelle Weg geworden. Meine wichtigste Praxis ist es nun, einfach meine

Einstimmung auf Meister zu vertiefen, seiner Führung zu folgen und aufrichtig zu

bitten, dass er die Verantwortung für mein Leben übernimmt und meinen Willen mit

seinem auf Gott eingestimmten Willen in Einklang bringt.


Über viele Jahre hinweg war dieser Satz der Gita nur ein inspirierender Gedanke für

mich. Jetzt spüre ich, dass hier Gott und der Meister direkt zu mir sprechen, und sie

sind das Herz und die Seele meiner spirituellen Praxis geworden.


„Erneut, höre Mein höchstes Wort, das geheimste (und heiligste) von allen. Weil du

Mir innig geliebt bist, gebe ich es dir nun zu deinem größten Nutzen. Gehe ganz in

Mir auf, sei Mir völlig hingegeben, verehre nur Mich und verneige dich nur vor Mir: So

wirst du zweifellos zu Mir gelangen. Dies ist Mein festes Versprechen an dich, denn

du bist Mir teuer.“


In Freude,

Nayaswami Jyotish


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