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Die wesentlichen Elemente des spirituellen Weges

vor 2 Stunden
3 Min. Lesezeit

28.08.2026


Was ist der Sinn des Lebens und insbesondere meiner gegenwärtigen Inkarnation? Was ist das Wesentliche an den Techniken unseres Pfades? Wie können wir eine tiefere Verbindung zu unserem Guru aufbauen? Mit diesen Fragen beschäftigten wir uns während unseres Vortrags über „Die wesentlichen Elemente des Kriya“ bei der diesjährigen Kriya-Renaissance-Woche hier in Assisi.

 

Wir haben alle gelesen, dass das Ziel des Lebens darin besteht, Gott zu finden oder anders ausgedrückt, das Ego aufzulösen. Doch haben wir eine klare Vorstellung davon, was das bedeutet? Wer ist Gott? Wo ist Er zu finden? Wir wissen, dass Er kein zorniger Mann ist, der Sünder zur Hölle verdammt, wie Michelangelo Ihn dargestellt hat. Ebenso wenig kann Er ausschließlich als eine der vielen Gottheiten des Hinduismus dargestellt werden. Alle Formen zeigen Aspekte von Ihm, doch keine vermag Sein Wesen vollständig zu erfassen.

 

Das Problem besteht darin, dass Er reines Bewusstsein ist und weil der menschliche Verstand sich eine solche Abstraktion nicht vorstellen kann, ersetzen wir es durch eine Form, die wir sehen und berühren können. Vielleicht wurde uns auch beigebracht, dass wir, um spirituell zu sein, ein Leben voller „Tu dies“ und „Tu jenes nicht“ führen müssen. Wie können wir Ihn dann finden, wenn Er reines Bewusstsein ist? Nur indem wir unser Bewusstsein so weit ausdehnen, dass wir Gott unmittelbar erfahren können. Doch auch diese Erfahrung lässt sich nur schwer vorstellen.

 

Paramhansa Yogananda löst dieses Dilemma für uns, durch das Vermitteln eines klaren Bildes. Das Kapitel „Die Erfahrung des Kosmischen Bewusstseins“ in der „Autobiografie eines Yogis“ ist sicherlich eine der deutlichsten Beschreibungen der Göttlichkeit in der gesamten Literatur. Dieses Kapitel, das ich las, als ich gerade meinen spirituellen Weg begann, veränderte mein Leben für immer. Meister schenkte uns außerdem das Gedicht „Samadhi“, das uns ebenfalls eine kristallklare Beschreibung vermittelt. Lasst es uns also noch einmal so formulieren: Das Ziel meiner spirituellen Suche ist es, Samadhi zu erlangen. Das macht, für mich, das Ziel klarer.

 

Was ist mit den Techniken, die wir praktizieren? Im Yoga gibt es Hunderte, wahrscheinlich sogar Tausende davon. Wenn wir jede einzelne als etwas Eigenständiges und Unverbundenes betrachten, entsteht ein buntes Durcheinander, wie eine Schale voller loser Perlen. Selbst wenn wir die Zahl auf die vier Haupttechniken unseres Pfades beschränken, die Energie-Aufladeübungen, Hong-Sau, Kriya und AUM, haben wir immer noch eine Gruppe scheinbar voneinander getrennter Praktiken. Doch wir können all diese Perlen miteinander verbinden, indem wir erkennen, dass jede einzelne uns dabei hilft, unsere Lebensenergie zu kontrollieren, sie von ihrer Fixierung auf äußere Erfahrungen zu lösen und sie auf das spirituelle Auge zu fokussieren, damit wir Samadhi erlangen können.


"King of the Infinite" (König der Unendlichkeit) von Nayaswami Jyotish
"King of the Infinite" (König der Unendlichkeit) von Nayaswami Jyotish

Warum brauchen wir einen Guru? Die Täuschungen des Egos gleichen einem Labyrinth, und der Verstand ist zu begrenzt, um allein den Weg hinauszufinden. Der Guru kennt den Weg und kann uns in die Freiheit führen, wenn wir Ihm unser Herz und unseren Geist öffnen.

 

Nun erscheint uns das Wesentliche des spirituellen Pfades viel klarer: Ich strebe danach, den Zustand des Samadhi zu erlangen. Um dies zu erreichen, muss ich die Energie von den Sinnen zurückziehen und sie vollständig auf das spirituelle Auge richten. Und Meister wird mir die innere Führung und die Gnade schenken, die ich brauche, um dies zu verwirklichen.


Auch wenn Ziel und Weg nun klar sein mögen, ist es dennoch nicht leicht, dies zu erreichen. Damit wir nicht verzweifeln, hier Trost spendende Worte des Meisters, die für jeden von uns gelten:

 

„Wenn du jemals Sehnsucht nach Gott empfunden hast, kann diese Sehnsucht niemals zerstört werden. Ich möchte, dass du das weißt. Dies ist eine Botschaft der Hoffnung für dich: Wenn in dir die Sehnsucht nach Befreiung erwacht ist, wirst du die Erlösung finden. Du magst dein Voranschreiten verzögern, doch früher oder später wird diese Sehnsucht dich zu Ihm führen. Warum warten? Warum solltest du zulassen, dass irgendjemand deine Entschlossenheit erschüttert? Du musst Ihn finden. Lass nicht zu, dass irgendjemand diese Sehnsucht in dir abschwächt."

 

In Seinem Licht,

Nayaswami Jyotish

1 Kommentar


gioianna.stoppe
gioianna.stoppe
vor 32 Minuten
•
Kriyaban

Wonderful, so easy and deep inspiring ❣️💙🙏🏻

We will do our best‼️🥰

OM Guru❣️💙

Samadhi, I try to learn.😉

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